
Definition: Massage ist eine zu Heilzwecken mit der Hand ausgeführte Beeinflussung der Körperoberfläche und der Muskulatur. Es entsteht außerdem eine Fern- und Allgemeinwirkung auf den Gesamtorganismus.
Massagegriffe sind in erster Linie kreislauffördernde Maßnahmen. Sie sorgen für eine verbesserte Durchblutung durch Eröffnung von Kapillargefäßen (kleinsten Haargefäßen). Im weiteren werden Stauungsprodukte, Stoffwechselschlacken und Blutungsrückstände zum Abtransport gebracht.
Klassische Massage sollte im Regelfall durch eine erwärmende Maßnahme wie Moorpackung / Heißluft oder heiße Rolle vorbereitete werden.
Regelbehandlungsdauer: 15 - 25 Minuten
Zunächst ist die Schmerzlinderung durch Beeinflussung der Tastsinneszellen in der Haut zu erwähnen. Durch die direkte mechanische Einwirkung kommt es örtlich zur Spannungsregulierung der Muskulatur. Verspannte Muskelgruppen können durch geeignete Massagegriffe in der Spannung gesenkt werden.
Es kommt weiterhin zu einer günstigen Beeinflussung des Muskelstoffwechsels durch Bildung des ATP (energiereiche Phosphorverbindung als Energielieferant der Muskulatur) und Entfernung von Abbauprodukten wie z.B. der Milchsäure.
Durch die Kombination mit geeigneten krankengymnastischen Maßnahmen kommt es bei leistungsschwacher Muskulatur zum Substanzgewinn durch Zellwachstum, Zellvermehrung und Zellregeneration sowie zur Förderung der Muskelelastizität.
Durch Ausschüttung der Hormone Azetylcholin und Histamin wird eine positive Wirkung auf die Arterien ausgeübt, die sich dadurch erweitern und die erforderlichen Abschnitte besser mit Blut bzw. Sauerstoff versorgen können.
Es wird eine vermehrte Kapillardurchblutung erreicht und kommt somit zu einer Steigerung des Blutvolumens und zu einer besseren Sauerstoffausnutzung.
Es kommt durch die mechanische Wirkung (Ausstreichungen) zur besseren Rückresorption aus den venösen Gefäßen.

